{"id":36,"date":"2021-03-08T09:59:25","date_gmt":"2021-03-08T09:59:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/?page_id=36"},"modified":"2021-03-22T04:04:51","modified_gmt":"2021-03-22T04:04:51","slug":"das-projekt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/index.php\/das-projekt\/","title":{"rendered":"Das Projekt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>V\u00f6gel, welche am Boden br\u00fcten, stehen zunehmend unter Druck.<\/strong> Wegen der intensiven Bewirtschaftung der \u00c4cker, dem Verlust von wichtigen Schwemmfl\u00e4chen mit der Kanalisierung der Fl\u00fcsse und nicht zuletzt wegen der Knappheit an Insekten wird es f\u00fcr sie immer schwieriger, ihre Jungtiere grosszuziehen. Das Rheintal ist dabei f\u00fcr viele gef\u00e4hrdete Bodenbr\u00fcter ein letzter Zufluchtsort. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"692\" src=\"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/36_Focus_Ackerland2_d-1024x692.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-200\" srcset=\"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/36_Focus_Ackerland2_d-1024x692.png 1024w, https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/36_Focus_Ackerland2_d-300x203.png 300w, https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/36_Focus_Ackerland2_d-768x519.png 768w, https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/36_Focus_Ackerland2_d-1536x1038.png 1536w, https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/36_Focus_Ackerland2_d.png 2000w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Ver\u00e4nderung des Bestands von typischen Feldv\u00f6geln seit 1993-1996, darunter auch der Kiebitz<br>(Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Rheintal ist eine letzte Heimat f\u00fcr den <strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/index.php\/wiesenbrueter\/\" target=\"_blank\">Kiebitz<\/a><\/strong>, einen der attraktivsten V\u00f6gel \u00fcberhaupt in Europa. Seine Balzfl\u00fcge im Fr\u00fchling sind jedes Jahr ein eindr\u00fcckliches Schauspiel. Fr\u00fcher fand man den Kiebitz \u00fcberall in den nat\u00fcrlichen Schwemmfl\u00e4chen der grossen Fl\u00fcsse. Seit Jahrhunderten br\u00fcten Kiebitze im Rheintal. Doch seit den 1980er Jahren nahm der Bestand dramatisch ab. Im \u00e4ussersten Rheintal am Bodensee, im sogenannten &#8222;Rheindelta&#8220;, br\u00fcteten 1980 noch \u00fcber 200 Paare &#8211; heute sind es dort noch  16 Paare. \u00c4hnliche dramatische Bestandsr\u00fcckg\u00e4nge lassen sich auch in der gesamtem Schweiz beobachten. Von 1970 bis 1980 br\u00fcteten wohl zwischen 700 und gut 1000 Kiebitzpaare in der Schweiz &#8211; heute sind es noch 140-180 Paare. <\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher br\u00fctete der Kiebitz auch zahlreich auf der Schweizer Seite des Rheintals. Hier g\u00e4be es immer noch geeignete Lebensr\u00e4ume.  Auf der \u00f6sterreichischen Seite des Rheintals br\u00fcteten 2020 insgesamt noch 76 Paare. Und tats\u00e4chlich: Der Kiebitz ist auf Schweizer Seite des Rheins in der N\u00e4he von Diepoldsau in einer Mini-Kolonie vorhanden, aber vermutlich nicht selbst erhaltend. Dieser Brutplatz stellt den einzigen im gesamten Schweizer Rheintal dar! Er zeigt, dass alle Voraussetzungen f\u00fcr ein erfolgreiches F\u00f6rderprojekt dieser Art auch auf der Schweizer Seite des Rheintals gegeben sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/index.php\/wiesenbrueter\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.bodenbrueter-rheintal.ch\/index.php\/wiesenbrueter\/\"><strong>Grossen Brachvogel<\/strong><\/a> ist das Rheintal ein letzter Zufluchtsort. Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges war der Grosse Brachvogel noch ein h\u00e4ufiger Brutvogel in der Rheintalebene. Nach 1950 setzte ein dramatischer Bestandseinbruch ein, welcher bis heute anh\u00e4lt. Im Rheindelta br\u00fcteten 1966 noch 40 Paare Grosse Brachv\u00f6gel &#8211; heute ist er dort seit 2002 komplett ausgestorben. Die letzten Brachv\u00f6gel im Rheintal br\u00fcten heute im Dreieck zwischen Lustenau, Diepoldsau und Dornbirn. 2020 br\u00fcteten dort nur noch 8 Paare. Der Grosse Brachvogel steht somit unmittelbar vor dem Aussterben, falls keine Massnahmen ergriffen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn der Brachvogel-Bestand verschwindend klein ist &#8211; es ist nicht zu sp\u00e4t! Auch im benachbarten Bayern ist der Grosse Brachvogel vom Aussterben bedroht. Dank gezielter Schutzmassnahmen und starker Unterst\u00fctzung aus der Politik und Landwirtschaft scheint <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-grosser-brachvogel-rettung-1.5157007\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-grosser-brachvogel-rettung-1.5157007\">eine Trendwende f\u00fcr den Brachvogel m\u00f6glich<\/a>. Das Gleiche k\u00f6nnen wir auch im Rheintal erreichen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Ziel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Gruppe von engagierten Menschen die bestehenden Projekte zum Schutz der Bodenbr\u00fcter im Rheintal zu unterst\u00fctzen und geografisch auszuweiten. Wir m\u00f6chten die verschiedenen Organisationen der Schweiz und von \u00d6sterreich vereinen und zu einem gemeinsamen, grenz\u00fcberschreitenden Projekt bewegen. Ein zweiter Fokus legen wir auf die \u00d6ffentlichkeitsarbeit, um ein Bewusstsein um die kostbaren Wiesenbr\u00fcter zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>V\u00f6gel, welche am Boden br\u00fcten, stehen zunehmend unter Druck. Wegen der intensiven Bewirtschaftung der \u00c4cker, dem Verlust von wichtigen Schwemmfl\u00e4chen mit der Kanalisierung der Fl\u00fcsse und nicht zuletzt wegen der Knappheit an Insekten wird es f\u00fcr sie immer schwieriger, ihre Jungtiere grosszuziehen. Das Rheintal ist dabei f\u00fcr viele gef\u00e4hrdete Bodenbr\u00fcter ein letzter Zufluchtsort. 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